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Kirchenregion Neubrandenburg

Holzstücke, Baumrinde und recycelte Plastikbecher für den Marienkäferpark

Bauwerke in der Kita Morgenstern

Liebe Leser*innen des Gemeindebriefs,
mein Name ist Anna Lehmberg und ich arbeite in der evangelischen Kindertageseinrichtung „Morgenstern“ in Neubrandenburg. Ich möchte Ihnen von einem kleinen inspirierenden Projekt erzählen. Einige Kinder aus unserer Einrichtung beschäftigt schon seit mehreren Wochen das große Thema „Marienkäfer“. Nachdem die Kinder fast täglich unseren Kitaspielplatz nach Marienkäfern abgesucht haben und auch erfolgreich waren, folgten Geschichten über Marienkäfer, Basteleinheiten und die genaue Auseinandersetzung mit diesen Lebewesen. Im April habe ich den Kindern aus unserer kleinen Werkstatt verschiedene Materialien, u.a. Holzstücke, Baumrinde und recycelte Plastikbecher bereitgestellt und gespannt beobachtet, welche Konstruktionen die Kinder mit ihrer Fantasie kreieren. Schon nach kurzer Zeit haben sich vier Jungs zusammengetan und gemeinsam die Idee entwickelt, unterschiedliche Gehege für die Marienkäfer zu bauen. Es sind drei tolle Bauwerke entstanden, die ganz stolz den Eltern in der Abholsituation gezeigt wurden. Da am späten Nachmittag wetterbedingt die kleinen Grundstücke abgebaut werden mussten, hatten die Kinder somit die Möglichkeit, am nächsten Tag direkt mit neuen Ideen ihre Bauvorhaben umzusetzen.
Mateo ist einer der Jungen, der mit viel Freude und vielfältigen Ideen seine Vorstellungen zu dem Aussehen des Geheges umgesetzt hat. Ich habe mit ihm ein kurzes Interview geführt, um auch die kindlichen Eindrücke zu diesem Projekt wiederzu-geben.
A.: „Hallo Mateo, du hast vor einiger Zeit etwas ganz Besonderes mit Holzmaterialien draußen gebaut. Erzähl doch mal etwas darüber, was du dort genau konstruiert hast und vor allem für wen?“
M.: „Also ich habe einen Tunnel gebaut für die ganzen Marienkäfer und noch Ecken zum Spielen. Ich habe eine Schaukel gebaut, eine Absperrung, dass sie nicht wegkrabbeln, und ein Rohr und einen Eingang. Und ich habe noch eine ganze Menge gebaut, einen Turm, da können sie oben raufkrabbeln.“
A.: „Wow tolle Ideen! Mateo, du hast am nächsten Tag auch noch ein neues Haus für die Marienkäfer gebaut. Weißt du denn noch, was dir am meisten Spaß gemacht hat beim Bauen? Was fandst du am coolsten?“
M.: „Also am nächsten Tag fand ich am coolsten, dass ich Becher genommen habe und dann Rohre reingemacht habe.“
A.: „Und was war das mit den Bechern und den Rohren?“
M.: „Das war das Zuhause für die Marienkäfer.“
A.: „Wow, toll! Hast du denn schon einmal etwas für Tiere gebaut? Wenn ja, kannst du dich noch daran erinnern, was es war?“
M.: „Ja. Ich habe noch etwas Hohes gebaut mit Baumrinde, da habe ich zwei aneinander gestellt und oben noch so ein Brett rauf gelegt und dann hatte ich darunter noch ein Rohr. Für meine beiden Meerschweinchen Bruno und Egon habe ich noch ein kleines Haus gebaut, aber das war an einem anderen Tag.“
A.: „Stimmt, daran kann ich mich auch noch gut erinnern. Gab es denn etwas, was dir bei dem Bau des Geheges für die Marienkäfer wichtig war oder auf was du besonders geachtet hast?“
M.: „Auf was ich aufgepasst hab, war, dass es nicht kaputt geht und nicht wegfliegen kann und die Marienkäfer viel Platz haben.“
A.: „Das sind wirklich wichtige Sachen, auf die du geachtet hast. Vielen Dank Mateo, für dieses kleine Interview.“
Ich persönlich fand es beeindruckend zu beobachten, wie die drei Jungs jeweils ihre ganz individuellen Marienkäfergehege bauten und sich am Ende dazu entschlossen, diese miteinander zu verbinden. Die Jungs waren bei der Umsetzung ihrer Ideen mit viel Freude dabei und waren sehr vertieft in ihre Tätigkeiten. Auch in den darauffolgenden Wochen entstanden weitere tolle Bauwerke aus Naturmaterialien.

Anna Lehmberg

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